Leo-Breuer-Förderpreis.

Mit dem Leo-Breuer-Förderpreis zeichnet der LVR Künstler*innen aus, die sich in besonderem Maße mit der Darstellung des Konkret-Konstruktiven auseinandersetzen. Charakteristisch sind dabei geometrisch exakte Farbflächen ohne malerische Handschrift, die meist auf mathematischen Grundlagen komponiert und proportioniert sind.

Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt in einem offenen Bewerbungsverfahren sowie in Kooperation mit der Gesellschaft für Kunst und Gestaltung in Bonn. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. Künstler*innen können ihren künstlerischen Werdegang und ihre Arbeiten in Form von Unterlagen, Mappen, Ausstellungsverzeichnissen und Katalogen einreichen.

Der Namensgeber Leo Breuer war ein Vorreiter der abstrakten Kunst

Leo Breuer entwickelte abstrakt geometrische Kunst, weg vom konkret sachlichen Stil. Schließlich entwickelte er in den späten sechziger und siebziger Jahren die bildende Kunst durch kinetische Op-Art weiter. Darunter versteht man die Lehre der Bewegung – der Begriff kinetische Kunst steht demnach für eine bewegliche oder bewegte Kunst.

AUSSCHREIBUNG beendet: Leo-Breuer-Förderpreis 2022

Zum 12. Mal vergibt der LVR in diesem Jahr den Leo-Breuer-Preis. In Erinnerung an den renommierten Maler und Gestalter Leo Breuer (1893–1975) richtet sich der mit 5.000 € dotierte Preis an Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, deren Arbeiten eine aktuelle Auseinandersetzung mit dem Konkret-Konstruktiven darstellen. Seit dem 8. April ist die Bewerbungsphase beendet.

Näheres erfahren Sie auf der Webseite des LVR-LandesMuseums Bonn oder über das unten angehängte Dokument.

Aktuelle Preisträgerin

Preisträgerin Denise Winter

16. Juli 2020

Die Kölner Künstlerin Denise Winter ist die Preisträgerin des elften Leo-Breuer-Förderpreises. Winter richtet den Blick in ihrer Kunst konsequent konzeptuell, zugleich aber auch poetisch auf Landschaft, Stadt und Architektur und transformiert diese in ihrer ganz eigenen künstlerischen Sprache in Geometrie. Daraus resultieren Wandarbeiten, Fotoarbeiten, Objekte und skulpturale Interventionen sowie Rauminstallationen, bei denen oft auch Licht, Projektionen, Video und Klang eine Rolle spielen. Eine andere Ausgangsbasis bilden Schreibmaschinentexte: Winter wählt zunächst Worte, Anordnung und Papier, dann bricht sie das herkömmliche Textgefüge auf dem Blatt durch Veränderung der Struktur – Knicken, Falten, Drehen. So wird aus Text Objekt, Zeichnung, Gefüge und Prozess.

Foto: S.Themlitz/LVR

Die bisherigen Preisträger*innen finden Sie hier.