Die Preisträger*innen 2026
Der LVR hat Albert Esser für sein Wirken mit dem Rheinlandtaler in der Kategorie "Kultur" ausgezeichnet.
Esser hat sich seit der Schulzeit mit seiner Heimat Erftstadt-Blessem beschäftigt. Die Geschichte und Geschichten seines Ortes waren und sind ihm eine Herzensangelegenheit. So legte er Mikrostudien zu verschiedenen Facetten des Alltagslebens in Erftstadt-Blessem und in Erp vor. Esser stieß 2002 die Gründung eines eigenen Geschichtsvereins in Erftstadt an. Dahinter stand das Anliegen, andere Bürger*innen für das Alltagsleben und die Geschichte vor Ort zu begeistern. Über die Jahre ist durch das Engagement seines Gründers ein aktiver Verein entstanden, der jedes Jahr viele Menschen begeistert sowie durch Vorträge, Publikationen und Exkursionen Teilhabe ermöglicht.
Bild (v.l.n.r.): Johannes Bortlisz-Dickhoff, stellvertretender Landrat des Rhein-Erft-Kreises; Carolin Weitzel, Bürgermeisterin der Stadt Erftstadt; Albert Esser; Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland; Renate Esser.
Foto: Mareike Plate / LVR
Der LVR hat Helga Feuser-Strasdas für ihr Wirken mit dem Rheinlandtaler in der Kategorie "Kultur" ausgezeichnet.
Mit der Auszeichnung wird ihr herausragendes Lebenswerk gewürdigt, das in besonderer Weise für die Bewahrung, Weiterentwicklung und Vermittlung der Glaskunst im Rheinland steht. Seit mehr als vier Jahrzehnten prägt sie mit ihrer künstlerischen und handwerklichen Arbeit öffentliche und private Räume und verbindet dabei traditionelle Techniken mit zeitgenössischer Gestaltung. Darüber hinaus engagiert sie sich intensiv für die Weitergabe ihres Wissens an nachfolgende Generationen sowie für die Vernetzung der Glaskunstszene. Ihr langjähriges Wirken im Umfeld des Glasmuseums Rheinbach und ihr Einsatz für die kulturelle Bildung haben die Wahrnehmung dieser Kunstform nachhaltig gestärkt. Helga Feuser-Strasdas vereint auf diese Weise Kunst, Handwerk und kulturelles Engagement.
Bild (v.l.n.r.): Notburga Kunert, stellvertretende Landrätin des Rhein-Sieg-Kreises; Helga Feuser-Strasdas; Elfi Scho-Antwerpes, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland; Dr. Daniel Phiesel, Bürgermeister der Stadt Rheinbach.
Foto: Charlotte Mühlen / LVR
Der LVR hat Günter Krings für sein ehrenamtliches Wirken den Rheinlandtaler in der Kategorie "Kultur" verliehen.
Krings engagiert sich in vielfältiger Weise in der Heimatforschung, dem Naturschutz und der Landschaftspflege. Er forscht zur regionalen Geschichte und Natur, veröffentlicht seine Erkenntnisse regelmäßig und hält Vorträge, um das „Eifeler Platt“ als regionale Mundart lebendig zu erhalten. Als Zeitungs- und Buchautor hat er Plattgeschichten aus dem Monschauer Land sowie zahlreiche alte Fotos veröffentlicht die sich der Landwirtschaft, dem kirchlichen Leben und einfachen Alltagsbegebenheiten widmen. Neben der Geschichte und der Sprachpflege engagiert sich Krings in der Vogelbeobachtung im Monschauer Land und bietet unter anderem regelmäßige Exkursionen an.
Bild (v.l.n.r.): Marie-Theres Sobczyk, stv. Städteregionsrätin der Städteregion Aachen; Pauline Krings; Günter Krings, neuer Träger des Rheinlandtalers; Karin Schmitt-Promny M.A., stv. Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland; Helmut Kaulard, stv. Bürgermeister der Gemeinde Simmerath; Dr. Carmen Krämer, Bürgermeisterin Stadt Monschau.
Foto: Mareike Plate / LVR
Der LVR zeichnete Marlies Pasch aus Willich für ihr Wirken mit dem Rheinlandtaler in der Kategorie "Kultur" aus.
Sie engagiert sich seit vielen Jahren für den Anrather Bürgerverein. Unter ihrer Leitung ist der Verein nicht nur Bewahrer von Traditionen, sondern tragende Säule der Kunst-, Kultur- und Geschichtspflege in Anrath und eine lebendige und kreative Kraft. Ein wichtiges Projekt des Vereins ist das Anrather Heimatbuch. Es erscheint jährlich seit 1978. Unter der Mitwirkung von Pasch wurde es zu einem unverzichtbaren Nachschlagewerk und zugleich zu einer lebendigen Chronik des Ortes. Auch für die Pflege der regionalen Mundart, des „Anrötsch Platt“ setzt Pasch sich ein und hat dafür den Mundartstammtisch ins Leben gerufen.
Bild (v.l.n.r.): Christian Pakusch, Bürgermeister der Stadt Willich; Marlies Pasch, Vorsitzende des Anrather Bürgervereins; Karin Schmitt-Promny M.A., stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland; Bennet Gielen, Landrat des Kreises Viersen; Claudia Poetsch aus Willich.
Foto: Mareike Plate / LVR
Der LVR hat den Verein THEAS – Theaterschule und Theater für sein gesellschaftliches Engagement mit dem Rheinlandtaler in der Kategorie "Gesellschaft" ausgezeichnet.
Das THEAS ist seit vielen Jahren ein wichtiger kultureller Treffpunkt in Bergisch Gladbach. Das Theater wurde 2008 gegründet und wird seit 2010 vom gemeinnützigen Verein THEAS Theaterschule und Theater e. V. getragen. Besonders hervorzuheben ist das gesellschaftliche Engagement des Vereins: Im THEAS kommen Menschen mit und ohne Behinderung ebenso zusammen wie Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.
Bild (v.l.n.r.): Brigitta Opiela, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bergisch Gladbach; Christoph Overbeck, Vorsitzender des THEAS – Theaterschule und Theater e. V.; Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland; Claudia Timpner, Intendantin des THEAS – Theaterschule und Theater e. V.; Peter Lautz, stellvertretender Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises.
Foto: Charlotte Mühlen / LVR
Der LVR hat das Bündnis „Köln stellt sich quer“ am Internationalen Tag gegen Rassismus mit dem Rheinlandtaler in der Kategorie "Gesellschaft" ausgezeichnet. Mit der Ehrung würdigt der LVR das langjährige zivilgesellschaftliche Engagement des Bündnisses.
Seit 2008 engagieren sich Vertreter*innen aus Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, demokratischen Parteien im Kölner Rat, Vereinen, Verbänden und Bürgerinitiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung. Durch Informationsarbeit, Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Protestaktionen setzt das Bündnis immer wieder sichtbare Zeichen für Demokratie und Vielfalt in der Stadt Köln.
Foto: Charlotte Mühlen / LVR